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Whisky
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Der
Whisky-Herstellungsprozess findet in 5 Schritten statt:
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Mälzen |
Gerste ist ein Getreide wie Weizen und Hafer.
Die Gerste wird getrocknet, gereinigt und ca. 2-3 Tage in
Wasser eingeweicht. Dann beginnt die Gerste zu keimen. Die
Keimung ist nach ca. 5-9 Tagen abgeschlossen, während
derer das Getreide regelmäßig gewendet wird,
um Temperatur und Feuchtigkeit konstant zu halten. Es entsteht
Gerstenmalz.
Der Vorgang der Keimung wird gestoppt indem die nun gemälzte
Gerste auf Darrböden (Kiln) durch die Zufuhr heißer
Luft getrocknet wird (Kilning). Der Darrboden ist eine Art
Turm mit einem Heizkessel, in dem Kohle oder anderer Brennstoff
und Torf (der dem Whisky ein spezielles rauchiges Aroma
verleiht) verbrannt wird.
Während früher das Getreide auf großen Darrböden
ausgebreitet und von Hand gewendet wurde, wird dies heute
maschinell gemacht in sogenannten Box Maltings oder Drum
Maltings. Beide Methoden sind wesentlich billiger. |
Maischen |
Sodann wird die Gerste gemahlen (das so entstandene Mehl
wird "grist" genannt) und mit heißem Wasser
in den sogenannten Mash-Tuns (= Maischetonne, ein runder
Metallkessel mit mechanischer Rührvorrichtung) vermischt.
Durch Enzyme wird Stärke in Zucker umgewandelt, es
entsteht die Würze ("wort"), die abgekühlt
und gefiltert wird. |
Gärung |
Die Würze wird nun in Gärbottiche aus Holz oder
Edelstahl ("washback") gepumpt und Hefe zugesetzt,
um Zucker in Alkohol umzuwandeln. Nach ca. 40-50 Stunden
hat die Hefe den Zucker in Alkohol, Wasser und Kohlendioxid
aufgespalten. Das Ergebnis ist ein schwacher Rohalkohol
("wash") mit 7-9 Vol. %, den man durchaus mit
Bier vergleichen könnte. |
Destillation |
| Bei der Destillation wird Flüssigkeit
in Dampf und Dampf wiederum in Flüssigkeit verwandelt.
Um Malzwhisky zu produzieren, sind 2 oder 3 Destillationsvorgänge
erforderlich. Dazu wird der "Wash" in birnenförmige
kupferne Brennblasen ("pot stills") gefüllt,
zuerst in die sogenannten "wash stills", in der
der Rohalkohol zum Sieden gebracht wird. Der Dampf steigt
in den sogenannten "Schwanenhals" ("swan neck")
und wird danach in einen Kondensator (eine Reihe von Röhren
in Kaltwasserbehältern) geleitet. Hier werden die Dämpfe
wieder flüssig und es entstehen die sogenannten "Low
Wines" (eine Art Rohbrand mit ca. 20-25 Vol. % Alkohol).
Die zweite Destillation erfolgt nun in den kleineren "Spirit
Stills" (oder "Low Wine Stills") und führt
zum Feinbrand. Während dieses Vorgangs beobachtet der
Brennmeister sorgfältig das durch den sogenannten "Spirit
Safe" (ein Glaskasten, durch den die Flüssigkeit
einfließt) das Destillat und entnimmt hin und wieder
Proben. Der erste Teil (Vorlauf) ist, wie der Nachlauf auch,
unrein und unbrauchbar. Er enthält Methanol, höhere
Alkohole, unangenehme Aromastoffe etc.. Es gilt, den einzig
brauchbaren Teil, den Mittellauf, zu trennen, der einen Alkoholgehalt
von ca. 70 Vol. % hat.
Vor- und Nachlauf werden erneut destilliert.
Wenn genügend Destillat aus dem Mittellauf
gesammelt wurde, wird es in einen weiteren Kessel gefüllt
und mit Wasser verdünnt, um den Alkoholgehalt zu reduzieren.
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Reifung |
Nun kann die Reifung beginnen. Zu diesem Zeitpunkt darf
das noch farblose Destillat nicht als Scotch Whisky bezeichnet
werden. Hierfür muss es erst mindestens 3 Jahre in Eichenfässern
reifen, die in Lagerhäusern ("warehouses")
liegen.
Während der Reifezeit verdampft und verdunstet ein Teil
des Whiskys durch die Poren der Fässer nach außen
und wiederum wird Luftfeuchtigkeit von außen dem Fassinhalt
zugeführt. Gleichzeitig nimmt der Whisky Aroma und Farbe
von den Fässern an. Hierdurch entsteht aus einem rauhen,
rohen Alkohol der ausgewogene, aromatische Whisky, den wir
genießen dürfen.
Jedes Jahr verdunstet ca. 2% des Whiskys, der in den Fässern
reift. Dieser Anteil wird "Angels' Share" (der Anteil
der Engel) genannt.
Nach der Reifung wird der Whisky durch einfache Filtration
von Schwebstoffen befreit.
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Fässer:
Scotch Whisky muss in Eichenfässern
reifen, die einen großen Einfluss auf den Geschmack
und die Farbe des Whiskys haben. Trotzdem darf noch der Farbstoff
Zuckercouleur zugesetzt werden, um eine gleichbleibende Farbe
zu gewährleisten. Die Eichenfässer sind aber nicht
etwa neu, sie haben bereits amerikanischen Bourbon enthalten.
Nachdem die amerikanische Gesetzgebung vorschreibt, dass Fässer
zur Reifung von Bourbon nicht zweimal verwendet werden dürfen,
profitiert die schottische Whiskyindustrie von diesem Umstand.
Außerdem würde das Holz neuer Eichenfässer
zu viel Aroma an den Whisky abgeben. Viele Whiskyhersteller
benutzten auch gebrauchte Sherry-Fässer aus Spanien.
Manche Destillerien lassen ihren Whisky für eine weitere
Reifeperiode in gebrauchten Madeira-, Port-, Cognac-, Bordeaux-
oder Sherryfässern nachreifen, um dem Whisky ein zusätzliches
spezielles Aroma ("Finish") zu verleihen.
Die meisten Whiskys werden bei einem Alkoholgehalt
von 40 Vol. % (das gesetzliche Minimum) und 46 Vol. % abgefüllt.
Um die Stärke zu regulieren wird zumeist Wasser hinzugefügt. |
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Glossar: |
| cut |
Mittellauf.
Der beste Teil des Destillats, das aus der Brennblase
fließt, wird gesammtelt und zum Reifen in Fässer
abgefüllt.
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| Dram |
Ein Glass
Whisky, "a wee dram" = ein Schluck Whisky/kleines
Glas |
feints, tails,
after-shots |
Nachlauf.
Der letzte Teil des Destillats, das aus der Brennblase
fließt, enthält einen geringen Alkoholanteil
und wird erneut destilliert.
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| Finish |
zusätzliches spezielles Aroma,
das durch Nachreifung in Madeira-, Port-, Cognac-, Bordeaux-
oder Sherryfässern entsteht |
| foreshots |
Vorlauf.
Der erste Teil des Destillats, das aus der Brennblase
fließt, ist unrein und wird erneut destilliert,
weist einen Alkoholgehalt von 75-80 Vol. % auf. |
| Grist |
Malzschrot |
| Kiln |
Darrböden zum Trocknen der
gemälzten Gerste |
| low wines |
eine Art
Rohbrand mit ca. 20-25 Vol. % Alkohol, der nach dem
ersten Destilliervorgang in den "Wash stills"
entsteht.
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| nosing |
Das Aroma des Whiskys zu riechen/zu
erschnüffeln |
| pot stills |
Destillierkolben |
| wash |
schwach alkoholhaltige,
bierähnliche Brühe |
| washback |
Gärbottich |
| wort |
Würze,
flüssiges Gerstenmalz |
| Zuckercouleur |
Natürlicher
Farbstoff (E150a). Wird durch Erhitzung von Zucker gewonnen,
häufig werden zusätzlich Chemikalien wie Schwefelsäure
und Ammoniak als technische Hilfsstoffe eingesetzt |
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Links und Quellen:
Scotchwhisky.net
The Scotch
Whisky Association
Whisky.de
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