Dunnottar
Castle (“Duin Foither” oder “Dun
Fother" = “Fort in the low country” - "Fort
in der Tiefebene") steht auf einem beeindruckenden
Steinplateau 49 m über dem Meeresspiegel, auf 3 Seiten
umgeben von der Nordsee, an der Ostküste Schottlands,
etwa 3 km südlich von Stonehaven, 22 km südlich
von Aberdeen. 
Die
Burg wurde von Sir William Keith an der Stelle einer piktischen
Festung errichtet, die erstmals im 7. Jahrhundert im Zusammenhang
mit einer Belagerung des piktischen Königs Bridei geschichtliche
Erwähnung fand und die immer von immenser strategischer
Bedeutung war.
Dunnottar
Castle wird auch mit einigen der wichtigsten Persönlichkeiten
der schottischen Geschichte, wie St. Ninian, Mary Queen
of Scots, William Wallace und dem Marquis von Montrose in
Verbindung gebracht.
Im
Jahr 890 A.D. wurde die Festung von den Wikingern eingenommen.
Damals war die Burg nicht aus Stein sondern aus Erde und
Holz gebaut.
1651
wurden die "Honours of Scotland", bestehend aus
einem 1,30 Meter langen Schwert, Krone und Zepter, nach
Dunnottar Castle gebracht, um sie vor dem Zugriff Oliver
Cromwells zu schützen, der bereits zuvor die englischen
Kronjuwelen zerstört hatte. Die Insignien wurden heldenhaft
aus der Burg geschmuggelt und an einem geheimen Ort in einem
Dorf wenige Meilen südlich von Dunnottar versteckt,
gerade rechtzeitig, bevor die Armee von Cromwell das Castle
nach einer 8 monatigen Belagerung schließlich eingenommen
hatte.
Ein dunkles Kapitel in der Geschichte der Burg hat sich
1685 abgespielt, als 167 "Covenantors" (45 Frauen
und 122 Männer) 9 Wochen lang im "Whig's
Vault", einem düsteren, stickigen Kellergewölbe
gefangengehalten wurden. Ihr Verbrechen war, dass sie sich
geweigert hatten, die Souveränität des Königs
in geistlichen Angelegenheiten zu bestätigen. Die Gefangenen
bekamen kaum zu essen und es gab keinerlei Kanalisation.
Jene, die die Tortur überlebten, wurden in die Westindischen
Kolonien verbracht. Während des Transports starben
jedoch die meisten der Gefangenen.